Getroffen: Alexandre Chartogne, Champagner-Überflieger

27. Februar 2017

Mitten im Land der Markenchampagner zieht Alexandre Chartogne sein Ding durch. Der 33-Jährige Ausnahmewinzer über den Geschmack von Fischskeletten, fatale Irrtümer bezüglich Schwefel und seine illegale Parzelle.

Alexandre Chartogne mit seinem Pferd im Rebberg.

Alexandre Chartogne, 33, ist zugleich Shooting Star und alter Hase. Vor elf Jahren übernahm er den Winzerbetrieb seiner Eltern in Merfy im Gebiet Montagne de Reims. Gelernt hat er beim aufrührerischen Anselme Selosse, dem Urvater der Winzerchampagner-Bewegung. Heute sind Alexandres Weine rund um die Welt ein (Fast-nicht-mehr-)Geheimtipp. Zu Recht: Seine naturnah erzeugten Tropfen überholen viele grosse Namen auf der linken Spur, Staubwölkchen inklusive. Achtung, «easy drinking» ist das nicht. Oder nicht unbedingt. Alexandre sagt selber: «Meine Weine sind nicht da, um Sie glücklich oder unglücklich zu machen. Sie sind da, um von ihrer Herkunft zu erzählen.» Dafür macht er sich einige Arbeit. So bestellt er die Rebberge per Pferd, um den Boden nicht zu verdichten, (Randbemerkung: Am Wochenende leiht er seine Rösser an Roederer), und benutzt keinerlei synthetische Pflanzenschutzmittel. Auf elf Hektar Rebfläche erzeugt er je nach Jahrgang sechs bis zehn verschiedene Weine. Heraus kommen, schlicht und einfach: Unikate. Jeder Wein und jeder Jahrgang ist anders. Doch sie alle sprechen zu dem, der sich auf sie einlässt.

Alexandre Chartogne ist ein jungenhafter Typ, ruhig, kompetent, reflektiert und mit viel Schalk im Nacken. Leicht ungekämmt und im Wollpulli steht er vor seinem Publikum, eine Bierflasche in der Hand. Irgendwie beeindrucken seine Weine dadurch noch mehr. Da steht einer, der nicht so tut, als ob. Eindrücke von einer ebenso amüsanten wie tiefgründigen Präsentation. Mehr lesen…

Fundstück: Champagner mit Gefühl

27. Februar 2017

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25. Februar 2017

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25. Februar 2017

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27. Dezember 2016

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Traumpaar: Ein Niepoort-Experiment zum Räucherlachs

27. Dezember 2016

Da knallt einem der Atlantik um die Nase! Ich mag’s und der Lachs erst recht.